Quelle: Vanguard; Stand: September 2025. Dieses Diagramm dient nur zu Illustrationszwecken.
BewÀhrte Standards im Handel mit Anleihe-ETFs
Beim Handel mit ETFs sollten sich Investoren immer an sichere und bewĂ€hrte Handelsprotokolle halten. FĂŒr den Handel mit Anleihe-ETFs empfehlen wir Investoren, sich mit dem Kapitalmarktteam eines ETF-Anbieters zu beraten â unabhĂ€ngig von der GröĂe des ETF und auch dann, wenn die Volumen die LiquiditĂ€tsschwellen ĂŒberschreiten. Diese Teams können Analysen erstellen und UnterstĂŒtzung bei der Steuerung durch die komplexen ZusammenhĂ€nge des ETF-Handels anbieten.
FĂŒr Investoren, die ĂŒber eine Anlage in OGAW-ETF (einschlieĂlich US-Treasury-ETFs) nachdenken, sind drei zentrale Faktoren von Bedeutung: Zeitpunkt, LiquiditĂ€t und Vernetzung. Das Timing ist besonders wichtig: Vor allem bei gröĂeren Volumen mĂŒssen Investoren auf die lokalen Handelszeiten achten â und sollten wĂ€hrend dieser Zeiten handeln, um das Risiko höherer Preisspannen und damit potenziell höherer Gesamtkosten zu minimieren.
Die LiquiditĂ€t sollte grundsĂ€tzlich an allen und nicht nur an einem einzigen Handelsplatz ĂŒberprĂŒft werden. Der Handel mit OGAW-ETFs ist fragmentiert, die GesamtliquiditĂ€t ergibt sich aus dem Handel an allen lokalen Börsen, dem auĂerbörslichen Handel und der LiquiditĂ€t der Basiswerte. Die Vernetzung mit mehreren Gegenparteien am ETF-PrimĂ€rmarkt erhöht die Wahrscheinlichkeit wettbewerbsfĂ€higer Preise und einer effizienten und optimalen Order-AusfĂŒhrung.
Bei Fragen zu OGAW-ETFs können sich Investoren an das ETF Capital Markets Team von Vanguard unter capitalmarkets@vanguard.co.uk wenden.
1 Das durchschnittliche tĂ€gliche Handelsvolumen (ADV) bezieht sich auf die durchschnittliche Anzahl von ETF-Anteilen, die in einem bestimmten Zeitraum gehandelt werden. Das ADV ist eine nĂŒtzliche Kennzahl fĂŒr Investoren, da sie Aufschluss ĂŒber die LiquiditĂ€t und den Handel eines ETF gibt.
2 Ein relativ neuer ETF hat unter UmstĂ€nden noch kein groĂes Anlagevermögen, weshalb eine (im VerhĂ€ltnis zu diesem Anlagevermögen) relativ groĂe Order den Kurs des ETF beeinflussen könnte.
3 Ein Market Maker ist ein Finanzinstitut, das kontinuierlich Wertpapiere, darunter auch ETFs, kauft und verkauft und so LiquiditĂ€t anbietet. Market Maker sind vor allem dafĂŒr verantwortlich, dass KĂ€ufer einen VerkĂ€ufer und VerkĂ€ufer einen KĂ€ufer finden, und tragen so zur StabilitĂ€t und Effizienz der MĂ€rkte bei.
4 Bei einem âRequest for Quoteâ-Verfahren, das an den FinanzmĂ€rkten und im ETF-Handel gebrĂ€uchlich ist, fordern Investoren oder HĂ€ndler vor der AusfĂŒhrung einer Transaktion Kurse von einem oder mehreren Marktteilnehmern an, zum Beispiel Market Makern oder LiquiditĂ€tsanbietern.
5 Der Begriff âauĂerbörslichâ (Englisch: Over the counter) beschreibt in diesem Zusammenhang einen dezentralen Markt, an dem Anleihen direkt zwischen Parteien und nicht an einer zentralen Börse gehandelt werden.
6 Die Trade Reporting and Compliance Engine ("TRACE") ist ein von der FINRA entwickeltes Instrument zur Erleichterung vorgeschriebener Meldungen von auĂerbörslichen Transaktionen mit meldepflichtigen Anleihen. GemÀà einem von der SEC genehmigten Regelwerk mĂŒssen alle Broker-Dealer, die FINRA-Mitgliedsunternehmen sind, Transaktionen mit TRACE-pflichtigen Wertpapieren melden. Quelle: finra.org.
7 Der âBasket Spreadâ ist definiert als der gewichtete durchschnittliche Spread der Anleihen in der Benchmark eines ETFs.
8 Dies wÀre beispielsweise das potenzielle Handelsvolumen des ETF, bevor der Kurs des Fonds erheblich beeinflusst wird.