Die überraschende Vielfalt der Glorreichen 7
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Marktanalysen

Die überraschende Vielfalt der Glorreichen 7

Die Technologieriesen unterscheiden sich in Einnahmequellen und Aktienkursentwicklung stärker voneinander, als es ihr Einheitslabel vermuten lässt.

Kernpunkte

  • Die Glorreichen 7 gelten häufig als eine Art Monolith, dabei unterscheiden sich ihre Geschäftsmodelle deutlich voneinander.
  • Schöpferische Zerstörung – die Disruption von Produkten, Technologien und Unternehmen durch Innovation – kann auch an der Speerspitze des Aktienmarktes einen Wachwechsel auslösen.
  • Die Glorreichen 7 haben bestimmte Gemeinsamkeiten, austauschbar sind sie jedoch nicht. Ihre Geschäftsmodelle unterscheiden sich ebenso voneinander wie ihre Aktienkursentwicklung.

Die „Glorreichen 7“. Die Schlichtheit dieses ebenso verständlichen wie einprägsamen und prägnanten Begriffs sollte nicht über die bedeutenden Differenzen hinwegtäuschen, die sich dahinter verbergen. Die robusten US-Aktienmarktrenditen der letzten Jahre waren im Wesentlichen einer Handvoll Technologieunternehmen zu verdanken, ein Umstand, der die Frage nach möglichen Konzentrationseffekten aufwirft. Wer jedoch genauer hinschaut, erkennt, dass die Speerspitze des US-Aktienmarkts vielfältiger ist, als man vermuten mag.

Weit mehr als nur Künstliche Intelligenz

Alphabet, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia und Tesla bieten zahlreiche Produkte und Dienstleistungen an, die sich nur in einigen Bereichen überschneiden und keineswegs auf das Thema Künstliche Intelligenz reduzieren lassen. Diese Unternehmen sind in verschiedenen Branchen tätig – als globale Marktplätze, Cloud-Computing-Anbieter und sogar als Automobilhersteller und Betreiber von Lebensmittelgeschäften.

Arbeit, Spiel, Konsum: Die diversen Geschäftsmodelle der Glorreichen 7

Aufschlüsselung der aggregierten Umsätze der Glorreichen 7 von 2,2 Billionen US-Dollar im Jahr 2025

Anmerkungen: Die gewichtete Umsatzaufschlüsselung entspricht dem aggregierten Anteil der Einnahmen aller sieben Unternehmen aus einer Quelle. Zur Berechnung werden die Einnahmen aller sieben Unternehmen aus jeder Quelle addiert und durch den Gesamtumsatz aller Unternehmen dividiert. Der Umsatz beruht auf den für das Jahr 2025 ausgewiesenen aggregierten Einnahmen der Unternehmen. Wegen Rundungsfehlern ist es möglich, dass die Summe der Zahlen nicht 100 ergibt.

Quellen: Vanguard‑Berechnungen auf Basis von FactSet‑Daten, Stand: Januar 2026

Hier einige Beispiele:

  • Amazon: Knapp zwei Drittel der Umsätze von Amazon stammen aus der digitalen Shopping Mall, rund ein Viertel aus Cloud-Diensten und der Rest aus Online-Marketing- und Werbedienstleistungen.
  • Apple: Smartphones tragen 50 % zum Umsatz von Apple bei, Medien und Streaming einerseits sowie Computerhardware, Cloud-Speicher und tragbare Unterhaltungselektronik andererseits jeweils ein Viertel.
  • Microsoft: Endbenutzer-Software für zu Hause und im Büro macht rund 40 % des Umsatzes von Microsoft aus, Back-End-Software für Büroinfrastruktur rund ein Drittel, Internet- und Datendienste, Videospiele und Beratung für Unternehmenstechnologie den Rest.

Zwar sind alle drei Unternehmen sowohl im Privat- als auch Geschäftskundenmarkt präsent, im Umsatz-Exposure unterscheiden sie sich jedoch erheblich voneinander.

Die diversen Umsatzquellen sind vor allem deswegen relevant, weil sie zeigen, dass die Geschäftsmodelle der Glorreichen 7 auf unterschiedliche Nutzergruppen und Märkte ausgerichtet sind. Unterschiedliche Geschäftsmodelle bedeuten auch verschiedene Risikofaktoren, die wiederum erklären, warum die Aktienkurse der Unternehmen nicht im Gleichschritt steigen und fallen.

Die Aktienkurse der Glorreichen 7 bewegen sich nicht im Gleichschritt

Quellen: Berechnungen von Vanguard auf Grundlage von Daten von FactSet; Stand: 31. Dezember 2025.

Kein kleiner, in sich geschlossener Markt

Die Glorreichen 7 machen rund 30 % der US-Aktienmarktkapitalisierung aus und gelten häufig als eine Art Monolith, dabei unterscheiden sich ihre Geschäftsmodelle deutlich voneinander. Ihr Erfolg bei Kunden und Anlegern sollte nicht über diese Unterschiede hinwegtäuschen. Und genau weil sie unterschiedliche Märkte bedienen, ist es unwahrscheinlich, dass alle sieben gleichzeitig verschwinden oder erhebliche Verluste erleiden werden. Ein gemeinsames Etikett bedeutet kein einheitliches Geschäftsmodell.

Anlegerinnen und Anleger mit einem langen Zeithorizont sollten sich vor Augen halten, dass schöpferische Zerstörung – die Disruption von Produkten, Technologien und Unternehmen durch Innovation – auch an der Spitze des Marktes einen Wachwechsel auslösen kann.

Wer dagegen vor allem auf kürzere Zeiträume blickt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass Wachablösungen kein seltenes Phänomen sind. Die menschliche Neigung, die Gegenwart in die Zukunft zu extrapolieren, erschwert dabei jede Prognose, wer die zukünftigen Gewinner und Verlierer sein werden oder wann der Stabwechsel stattfindet.

Nicht zuletzt aufgrund technischer Fortschritte hat der Grad der globalen Vernetzung und gegenseitigen Abhängigkeit der Welt ein nie gekanntes Ausmass erreicht. Und trotz gewisser Gemeinsamkeiten sind die Glorreichen 7 keineswegs austauschbar. Ihre Geschäftsmodelle, Strategien und Zielmärkte unterscheiden sich deutlich voneinander – und daher auch ihre Aktienkursentwicklung. 

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