Nutzwertbasiertes Scoring – ein aussagekräftigeres Maß für Erfolg
In der traditionellen Finanzplanung kommen häufig Portfolio-Erfolgsquoten zum Einsatz, um Ergebnisse zu messen und festzustellen, wie gut ein Portfolio aufgestellt und wie gut ein Plan, eine Strategie oder eine Entscheidung ist. Eine Portfolio-Erfolgsquote ist zwar nützlich, um die Lebensdauer eines Portfolios für ein bestimmtes Alter darzustellen, hat aber klare Mängel. Im VFAM ermitteln wir statt Erfolgsquoten einen Nutzwert, um die Ergebnisstreuung für Ausgaben während der Lebenszeit und den Nachlass einer Kundin oder eines Kunden für das Basisszenario und das Beratungsszenario zu ermitteln.
Ein Nutzwert-Scoring ist nicht zwingend ein Indikator für Vermögen, sondern eher für Lebenszufriedenheit bzw. den Nutzen, den man aus Vermögen ziehen kann. Mehr Vermögen bedeutet dabei nicht automatisch bessere Ergebnisse für eine Kundin oder einen Kunden.
Ein Nutzwert-Scoring stuft nicht einfach nur die Strategien mit den besten durchschnittlichen Ergebnissen hoch, sondern auch Strategien herunter, die mit dem Risiko extremer Negativergebnisse behaftet sind. So erfasst das VFAM diese Negativrisiken und wählt unter unterschiedlichen Szenarien (Ergebnissen) Optionen mit möglichst hohem Nutzwert aus.
Fallstudie
Welche Beratungsleistungen besonders wichtig sind, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich und hängt von den individuellen Lebensumständen, der Lebensphase und den Marktbedingungen ab. Um zu veranschaulichen, wie individuelle Beratung Kundinnen und Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten kann, betrachten wir ein praktisches Beispiel aus einer Vanguard Studie für den US-Markt.3

Thomas ist 25 Jahre alt und gehört mit einem Jahreseinkommen von 120.000 Dollar zu den Besserverdienenden. Seine Finanzziele sind vage. Er kauft häufig Aktien von Unternehmen, die ihm von Freunden, Familienmitgliedern oder in den sozialen Medien empfohlen werden. Vor Kurzem musste Thomas feststellen, dass der Wert seines Portfolios um 50% gesunken ist. Er dachte nach und kam zu dem Ergebnis, dass es sich lohnen könnte, gegen eine Gebühr von 1% pro Jahr professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen.
Beratungsmaßnahmen
Thomas‘ Beraterin muss sich vor allem um seine informellen Sparstrategien und unüberlegten Anlageentscheidungen kümmern. Sie weiß, dass er ohne Verhaltenstraining wahrscheinlich irgendwann von seinem Plan abweichen und Marktschwankungen zum Anlass nehmen wird, sein Portfolio umzustellen. Um das zu vermeiden, wird sie aufpassen und kontinuierlich das Gespräch mit Thomas suchen müssen.
Konkrete Beratungsmaßnahmen: